26.08.08

Wie Gruppengehirne arbeiten oder eben nicht




Wenn Menschen neue Ideen und Problemlösungen gemeinsam suchen wollen (oder müssen), bildet sich ein sogenanntes Gruppengehirn, das sich durch die folgenden Faktoren auszeichnet:

  • Mehrere Denk- und Arbeitsweisen
  • Unterschiedliche Wahrnehmungen
  • Diverse Fachrichtungen und Erfahrungen
  • Mehr oder weniger Interesse für das Thema
  • Verschiedene Hierarchiestufen
  • Teilnehmer/innen sind vorgegeben (Sympathien / Antipathien)
  • Festes Datum (guter / schlechter Tag)

Abhängig von persönlichen Erfahrungen und der Erziehung haben gleiche Situationen für verschiedene Menschen ganz unterschiedliche Bedeutungen.
Wir nehmen die Welt um uns herum auf unterschiedliche Art und Weise wahr, wir interpretieren sie anders und wir ziehen jeweils unsere eigenen Schlüsse daraus.
Unser Gehirn filtert ständig die meisten Sinneseindrücke aus unserer Umgebung heraus, so dass wir uns auf die wesentlichen Dinge konzentrieren können.

Diese Filter bestimmen, was für uns Realität ist. Wir müssen also davon ausgehen, dass wir durch unsere unterschiedlichen Sichtweisen auch eine unterschiedliche Realität erleben. Deshalb ist es innerhalb von Arbeitsgruppen so wichtig, Situationen aus möglichst vielen Blickwinkeln zu betrachten und die Anregungen ALLER Teilnehmenden zu erfassen und auch zu visualisieren. Ein solches Vorgehen ermöglicht der Gruppe, die Komplexität ihrer Aufgabe durchzuleuchten und stellt sicher, dass Entscheidungsträger mehrere gute Alternativen zur Auswahl haben.
 

Gelbe Innovation: Rivella gelb mit Sojaserum


Der Schweizer Getränkehersteller Rivella aus Rothrist lanciert das neue Rivella Gelb. Die vierte Rivella-Farbe basiert nicht mehr auf Milchserum sondern auf Soja. Da es
Sojamilch seit Jahren auf den Markt gibt, kann dieser Schritt als ziemlich logisch betrachtet werden. Allerdings war es sicher nicht einfach, den richtigen Weg zu einem guten Geschmack zu finden. Ich bin auf das Ergebnis ganz gespannt!
 


29.06.08

Interview mit Franz Röösli - Unternehmensführung der Zukunft


Vor ein paar Monaten habe ich das neue Buch des amerikanischen Wirtschaftsgurus Gary Hamel "
the future of management" mit grosser Begeisterung gelesen. Als ich hörte, dass es am "2. International Executive Forum Basel" vom 12. November 2008 um die Zukunft des Managements geht, bat ich den Leiter des Forums, Professor Franz Röösli (*), ein paar Fragen zu diesem spannenden Thema zu beantworten.


Y.O.: Ihr zweites Forum trägt den Titel "Die Zukunft des Managements - Pioniere einer neuen Unternemensführung". Was verstehen Sie unter Pionierunternehmen?

F.R.: Pioniere einer neuen Unternehmensführung sind Unternehmen, die zwei starke Gemeinsamkeiten aufweisen: Sie haben einerseits einen aussergewöhnlich nachhaltigen Erfolg bei allen Anspruchsgruppen, haben also loyale Kunden, zufriedene Mitarbeiter und langfristig interessierte Aktionäre. Andererseits nutzen sie aussergewöhnliche, heute oft noch wenig verbreitete und wenig bekannte Führungs- und Unternehmenssteuerungs-Prinzipien.

Y.O.: Welche Pionierunternehmen sind denn am 12. November in Basel am Forum?

F.R.: Als Referenten haben wir fünf Geschäftsleitungsmitglieder aus verschiedenen Unternehmen. Wir haben z.B. die Firma
Hilti, einen international führenden Anbieter von Elektrowerkzeugen und Befestigungstechnik für Bauprofis sowie den Schweizer Zahnbürstenhersteller Trisa, ein bekanntes und zugleich erstaunliches Familienunternehmen gewinnen können. Auch dabei aber vielleicht etwas weniger bekannt als Unternehmen ist W. L. Gore & Associates, das hinter dem weltbekannten GORE-TEX steckt. Diese Firmen sind sehr innovativ, doch ihre wichtigste Innovation ist ihre Management-Innovation.

Y.O.: Wieso sollten sich Führungskräfte heute mit Management-Innovation befassen?

F.R.: Es gibt drei gute Gründe:
  1. Das althergebrachte Managementmodell wurde in der Industriezeit entwickelt und ist für die heutige Umwelt zunehmend weniger geeignet.
  2. Es gibt neue Formen von Unternehmensführung, die in der Praxis besser funktionieren.
  3. Führung ist eine der letzten verbliebenen Möglichkeiten, sich als Unternehmen nachhaltige Wettbewerbsvorteile zu sichern. Produkte, Prozesse und Strategien sind heute leicht kopierbar.
Y.O.: Wie sind Sie auf die Frage nach einer neuen Unternehmensführung aufmerksam geworden?

F.R.: Ich vertrete seit 2006 den Beyond Bugeting Round Table (BBRT) LINK im deutschsprachigen Raum und forsche an der Fachhochschule Nordwestscheiz in diesem Bereich. Wir stehen in Kontakt mit zahlreichen Unternehmen und sahen, wie sich in der Praxis langsam aber sicher eine neue Unternehmensführung abzeichnet. Wir möchten am Forum die Praxis und die Wissenschaft zusammenbringen und bestehende Alternativen zur traditionellen Unternehmensführung vorstellen und diskutieren.

Y.O.: Wo finden Interessenten weitere Informationen und Anmeldemöglichkeiten?

F.R.: Auf der Website der Fachhochschule unter http://www.fhnw.ch/wirtschaft/forum2008

Y.O.: Ich danke Ihnen für Ihre Ausführungen.


(*) Franz Röösli (Forumsleitung und Moderation) ist Professor an der Fachhochschule Nordwestschweiz und Director des Beyond Budgeting Round Table (BBRT), einer internationalen, mitgliederbasierten Forschungsgemeinschaft. Er ist zuständig für den BBRT im deutschen Sprachraum, einem Joint Venture zwischen FHNW und BBRT. Vor seiner Tätigkeit an der FHNW war er während mehreren Jahren in Führungspositionen in KMUs und Grossunternehmen tätig.

  

23.06.08

Internet FAQ aus dem Jahr 2085

 
Wir leben im Jahr 2085 und lesen Fragen zum Thema Internet:


  • Wie entstand das Internet?
  • Wie viele Versionen gab es?
  • Was waren Web-Adressen?
  • Welche Technologien waren involviert?

Die Antworten aus dem Jahr 2085 finden Sie dort:

http://blogoscoped.com/archive/2008-05-20-n15.html


Übung: was wäre, wenn Sie die Geschichte Ihres Unternehmens aus der Perspektive vom Jahr 2020 schreiben und zum Beispiel folgende Fragen beantworten würden:

  • Welche Situation hatten wir im Jahr 2008?
  • Mit welchen Kunden arbeiteten wir am meisten? Warum?
  • Welche Trends waren damals aktuell?
  • Welche Wachstumschancen sahen wir für unser Unternehmen?

  

18.06.08

Efficiencity: virtueller Stadt zum Thema Energie


Efficiencity ist ein spannendes, virtuelles Projekt von Greenpeace England. Auch pädagogisch haben die Macher eine geniale Arbeit geleistet.

Die Energie-Zusammenhänge von einem Stadt werden mit Bildern, Infotexten und Videos gezeigt. Wollten Sie schon immer wissen, was ein Supermarkt oder ein Fussballstadium für einen Energiebedarf haben? Oder wie ein Stadt mit Energie optimal umgehen kann? Oder wie 
Energie überhaupt produziert werden kann?

Sie finden die Antworten dort:

http://www.greenpeace.org.uk/efficiencity/about (Einführung)

http://www.greenpeace.org.uk/files/efficiencity/index.html (der virtuelle Stadt)


Als Zusatznutzen erhalten Sie gute Anregungen, um Ihr Geschäft (z.B Kundenpräsentationen) mal anders vorzustellen.


27.05.08

Schlechte Ideen sind gut!


Hier ist eine beliebte Übung, die ich vor ein paar Jahren in einem Buch von Dr. Edward de Bono gefunden habe.

Suchen Sie die Vorteile (nur die Vorteile)  der folgenden Aussage: "ab 1.1.2010 dürfen nur noch gelbe Autos auf Schweizer Strassen."

Die  meisten interdisziplinären Teams aus meinen Innovationsworkshops finden mindestens 25 Vorteile. Es ist so, weil ALLE Ideen einen guten Kern haben.

Tipp: viele gute Ideen entstehen, wenn Sie die Vorteile (die guten Kerne)  mehrerer Ideen miteinander kombinieren. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg!


Spital für Kuscheltiere


Wie gehen Sie in Ihrem Unternehmen vor, um das Vertrauen von potenziellen Kunden bzw. von "Türöffnern" zu gewinnen?

Ein Spital hatte eine gute Idee: die Klinik der Teddybären, die in Genf für einen Tag ihre Tore öffnete. Damit wollten die Initianten versuchen, Kindern die Angst vor dem wirklichen Spital zu eliminieren. Zu diesem Zweck wurden die Kinder eingeladen, ihre kranken oder lädierten Kuscheltiere mitzubringen. Dabei konnten sie ihre Lieblinge selber verarzten und auf diese Weise mitbekommen, dass im Spital geholfen wird.

Quelle: Schaffauhauser Nachrichten